Kavat

In der vierten Generation produzieren die Skandinavier streng nach dem Credo des Firmengründers Ragnar Karlsson: "Kein Müll". Das Motto galt anfangs hauptsächlich in Hinblick auf Qualität und Verarbeitung des Materials, heute bedeutet "kein Müll" auch das Verzichten auf schadstoffhaltige Rohstoffe und saubere Produktion. 2008 brachte Kavat den ersten ökologischen Kinderschuh aus chromfrei pflanzlich gegerbtem Leder auf den Markt und setzte damit eine Revolution in Gang.
Inzwischen ist aus Kavat ein internationales Unternehmen geworden und produziert nicht nur für Kinder tolle Stiefel, Schuhe und Sandalen. Herzstück der Produktion ist die eigene Fabrik in Bosnien. Aber wieso gerade in Bosnien? Während der Balkankriege in den neunziger Jahren kamen viele bosnische Flüchtlinge nach Schweden. Einige von ihnen waren Schuhmacher und fanden eine Anstellung bei Kavat. Die stetig wachsende Auftragslage nach der Umstellung auf ökologische Rohstoffe, führte dazu, dass man sich Gedanken über eine Expansion machen musste. Die bosnischen Schuhmacher, inzwischen fester Bestandteil der Kavatfamilie brachten ihre Heimat ins Spiel. In Schweden ist Schuhmacherei ein aussterbendes Handwerk und so entschloss man sich dem Rat der bosnischen Freunde zu folgen und die Kavatproduktion in eine Region zu verlagern, wo dieses alte Handwerk noch lebendig gehalten wird. Die ehemaligen Flüchtlinge kehrten zurück in ihre Heimat und nahmen ihren lieb gewordenen Arbeitgeber einfach mit. Eine tolle Geschichte, die viel über die Ethik und das selbstverständnis dieses schwedischen Betriebs ausdrückt.
Langfristiges Ziel der Firma ist es darüber hinaus das Handwerk auch in ihrer Heimat Schweden wiederzubeleben und so werden momentan zwei Modelle in Kooperation mit dem Schuhmuseum Kumla noch in Schweden produziert. Interessierte erhalten hier Einblick in die Produktion und können selber Hand anlegen bei der Herstellung eines Kavat Schuhs.

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